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Kobela Consulting

Ratgeber · Shopify

JTL-Wawi mit Shopify verbinden: Möglichkeiten und Grenzen.

Viele Händler arbeiten seit Jahren mit JTL-Wawi: Lager, Versand, Rechnungen und Marktplätze laufen dort zusammen. Den Shop davor möchten sie trotzdem erneuern. Das geht, ohne die Warenwirtschaft aufzugeben – JTL bietet dafür einen eigenen Connector für Shopify. Dieser Beitrag zeigt, was er leistet und worauf Sie vorher achten sollten.

Patrick Kobela · · 4 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • Der JTL-Connector für Shopify ist eine offizielle Anbindung von JTL: Artikel, Preise und Bestände kommen aus der Wawi, Aufträge laufen zurück.
  • Eine Lizenzgebühr gibt es nicht, der Connector ist schon in der kostenlosen Edition JTL Start enthalten. Bezahlt werden Auftragspakete für Bestellungen aus Shopify.
  • Für Shopify-Shops, die ab dem 24. Januar 2024 angelegt wurden, überträgt der Connector Kundendaten laut JTL nur ab dem Shopify-Tarif Grow.
  • Welche Felder übertragen werden, legt der Connector fest. Was darüber hinausgeht, muss vorher geplant werden.

Warum Wawi und Shopify gut zusammenpassen

In dieser Aufteilung bleibt die JTL-Wawi die Zentrale: Dort liegen Artikel, Preise und Bestände, dort werden Aufträge bearbeitet, Rechnungen geschrieben und Pakete verschickt. Shopify übernimmt, was Kunden sehen – Gestaltung, Produktseiten, Warenkorb und Checkout.

Für Händler heißt das: Die eingespielten Abläufe im Lager bleiben, wie sie sind. Erneuert wird nur der Shop.

Was der Connector abgleicht

Laut JTL gleicht der Connector diese Daten zwischen Wawi und Shopify ab:

  • Von der Wawi zu Shopify: Artikel, Varianten, Kategorien, Preise und Verfügbarkeiten.
  • Von Shopify zur Wawi: Aufträge, die im Shop eingehen.
  • Zurück an den Shop: Status und Sendungsnummer, damit Kunden sehen, wo ihre Bestellung ist.
  • Auch mehrere Shopify-Shops lassen sich anbinden, zum Beispiel in verschiedenen Sprachen.

Was die Anbindung kostet

Der Connector selbst kostet keine Lizenzgebühr und ist bereits in der kostenlosen Edition JTL Start enthalten. Berechnet werden die Aufträge, die aus Shopify in die Wawi laufen – über monatliche Auftragspakete. Laut JTL reicht die Spanne von 25 € im Monat für 100 Aufträge bis 259 € im Monat für 2.500 Aufträge; darüber hinaus wird je Auftrag abgerechnet. Die aktuellen Preise stehen auf der Preisseite von JTL.

Dazu kommt der Shopify-Tarif. Welcher nötig ist, hängt vor allem an einer Frage: der Übertragung von Kundendaten.

Die wichtigste Hürde: Kundendaten und der Shopify-Tarif

Bei Shopify-Shops, die ab dem 24. Januar 2024 angelegt wurden, schränkt Shopify die Übertragung personenbezogener Daten ein. Laut JTL funktioniert sie mit dem Connector nur, wenn der Shop mindestens den Tarif Grow nutzt. Ohne Namen und Adressen in der Wawi lassen sich Rechnungen und Versand dort aber kaum sinnvoll abwickeln.

Für die Planung heißt das: Bei einem neuen Shop mit JTL-Anbindung sollte Grow von Anfang an eingeplant werden – bei jährlicher Zahlung 79 € im Monat. JTL nennt außerdem die Möglichkeit, den Connector direkt im Shopify App Store zu buchen. Welche Bedingungen dort gelten, prüfe ich vor dem Start mit Ihnen.

Grenzen, die man vorher kennen sollte

Der Connector nimmt viel Arbeit ab, ersetzt aber keine Planung. Diese Punkte gehören vor den Start:

  • Welche Felder übertragen werden, ist festgelegt. Zusätzliche Angaben brauchen Metafelder in Shopify oder eine ergänzende Lösung.
  • Shopify erlaubt höchstens drei Optionen je Produkt. Artikel mit mehr Variationsmerkmalen müssen anders abgebildet werden.
  • Workflows in der Wawi – Zahlungsabgleich, Versand, Rechnung – müssen auf Bestellungen aus Shopify eingestellt und mit Testbestellungen geprüft werden.
  • Gestaltung, Texte auf Seiten und Funktionen im Shop entstehen in Shopify, nicht in der Wawi.

So läuft eine Anbindung ab

Eine saubere Anbindung folgt meist dieser Reihenfolge:

  • Tarif klären: Grow einplanen, wenn Kundendaten in die Wawi laufen sollen.
  • Connector im JTL-Kundencenter und in der Wawi aktivieren.
  • Felder zuordnen und festlegen, was zusätzlich in Metafeldern landet.
  • Ersten Abgleich durchführen und Artikel, Varianten und Preise im Shop prüfen.
  • Testbestellungen bis zur Rechnung und zum Versand in der Wawi durchspielen.
  • Erst dann umschalten.

Der nächste Schritt

Wenn Sie heute JTL-Shop nutzen und zu Shopify wechseln möchten, steht auf der Seite JTL-Shop zu Shopify, wie der Umzug mit Wawi abläuft. Geht es um die Anbindung weiterer Systeme, finden Sie alles unter Schnittstellen & ERP.

Quellen

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Brauche ich JTL-Shop, wenn ich Shopify nutze?

Nein. Shopify übernimmt die Aufgabe des Shops, die JTL-Wawi bleibt die Warenwirtschaft. Beide verbindet der JTL-Connector.

Kostet der JTL-Connector für Shopify etwas?

Eine Lizenzgebühr fällt nicht an, der Connector ist schon in JTL Start enthalten. Für Bestellungen aus Shopify berechnet JTL Auftragspakete, laut Preisseite ab 25 € im Monat für 100 Aufträge.

Welchen Shopify-Tarif brauche ich für die JTL-Anbindung?

Für Shops, die ab dem 24. Januar 2024 angelegt wurden, überträgt der Connector Kundendaten laut JTL nur ab dem Tarif Grow. Da Rechnung und Versand in der Wawi diese Daten brauchen, sollte Grow eingeplant werden.

Kann ich mehrere Shopify-Shops an eine Wawi anbinden?

Ja. Laut JTL lassen sich mehrere Shopify-Shops anbinden, auch in verschiedenen Sprachen.

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