Ratgeber · Shopify
Zahlungsarten im Shopify-Shop: Was Kunden in Deutschland erwarten.
Fehlt im Checkout die gewohnte Zahlungsart, bricht mancher Kunde den Kauf ab. Gleichzeitig kostet jede Zahlungsart Gebühren und Aufwand. Dieser Beitrag zeigt, wie Kunden in Deutschland tatsächlich bezahlen und wie Sie Ihren Shopify-Shop sinnvoll ausstatten.
Patrick Kobela · · 3 Min. Lesezeit
Auf einen Blick
- PayPal und Kauf auf Rechnung liegen im deutschen Onlinehandel vorn: laut EHI-Studie mit 28,7 % und 26,1 % des Umsatzes 2025, vor Lastschrift (14,4 %) und Karten (13,7 %).
- Shopify Payments bringt Karten, Apple Pay, Google Pay, Shop Pay und Klarna mit – einschließlich Kauf auf Rechnung.
- PayPal wird zusätzlich angebunden. Ist Shopify Payments aktiv, fällt dafür keine zusätzliche Shopify-Gebühr an.
- Mehr Zahlungsarten sind nicht automatisch besser. Entscheidend ist, dass die gewohnten dabei sind.
Wie in Deutschland online bezahlt wird
Das EHI Retail Institute ermittelt jedes Jahr, wie sich der Umsatz im deutschen Onlinehandel auf die Zahlungsarten verteilt. Für 2025 ergibt die Studie „Online-Payment 2026“ dieses Bild.
Was die Zahlen für Ihren Shop bedeuten
PayPal und Kauf auf Rechnung zusammen stehen für mehr als die Hälfte des Umsatzes. Ein Shop für Kunden in Deutschland sollte beide anbieten. Karten und Lastschrift runden das Angebot ab. Die Zahlen sind Umsatzanteile über viele Händler hinweg – in Ihrer Branche kann das Bild anders aussehen.
Was Shopify Payments mitbringt
Shopify Payments ist Shopifys eigene Zahlungsabwicklung. In Deutschland nimmt sie Karten von Visa, Mastercard, American Express, Maestro und UnionPay an, dazu die Schnellkäufe mit Apple Pay, Google Pay und Shop Pay.
Über Klarna kommen drei weitere Wege hinzu: in 30 Tagen bezahlen, also Kauf auf Rechnung, sofort bezahlen über die Bankverbindung und in drei Raten. Damit deckt Shopify Payments einen großen Teil dessen ab, was Kunden in Deutschland erwarten – über einen einzigen Anbieter und eine gemeinsame Auszahlung.
PayPal: der wichtigste Zusatz
PayPal gehört nicht zu Shopify Payments, sondern wird zusätzlich angebunden. Ist Shopify Payments aktiv, verlangt Shopify für PayPal Express keine zusätzliche Transaktionsgebühr. Die Gebühren von PayPal selbst fallen weiterhin an.
Vorkasse und Überweisung
Shopify erlaubt auch manuelle Zahlungsarten wie Vorkasse per Überweisung. Das kostet keine Zahlungsgebühr, macht aber Arbeit: Jeder Zahlungseingang muss von Hand der Bestellung zugeordnet werden, und der Versand wartet so lange. Für die meisten Shops ist Vorkasse deshalb eine Ergänzung für einzelne Kunden, nicht der Standard.
Die Kosten im Blick
Eine Kartenzahlung über Shopify Payments kostet je nach Tarif 2,1 % (Basic), 1,8 % (Grow) oder 1,6 % (Advanced), jeweils plus 0,30 €. Wer statt Shopify Payments einen anderen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt zusätzlich eine Shopify-Gebühr von 0,6 bis 2 % je Bestellung.
Was das für Ihren Shop bedeutet, rechnet der Beitrag zu den Shopify-Gebühren durch. Mit dem Kostenrechner setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.
Meine Empfehlung für den Start
Für einen Shop mit Kunden in Deutschland hat sich diese Ausstattung bewährt:
- Shopify Payments aktivieren – für Karten, Apple Pay, Google Pay und Shop Pay
- Klarna einschalten, damit Kauf auf Rechnung möglich ist, ohne selbst Rechnungen verschicken und offene Posten verfolgen zu müssen
- PayPal zusätzlich anbinden
- Vorkasse nur, wenn Ihre Kunden danach fragen
- Vor dem Start jede Zahlungsart mit einer Testbestellung durchspielen
