Ratgeber · Shopify
Mit Shopify ins Ausland verkaufen: Märkte, Sprachen, Währungen.
Wer in Deutschland gut verkauft, denkt irgendwann an Österreich, die Schweiz oder weitere Länder. Mit Shopify braucht es dafür keinen zweiten Shop: Märkte, Sprachen und Währungen lassen sich in einem Shop einrichten. Dieser Beitrag zeigt, wie das funktioniert und welche Fragen Sie vorher klären sollten.
Patrick Kobela · · 3 Min. Lesezeit
Auf einen Blick
- Mit Märkten legen Sie in Shopify fest, in welchen Ländern Sie verkaufen und wie der Shop dort aussieht – in allen Tarifen.
- Bis zu 20 Sprachen sind in den Standardtarifen möglich, in Shopify Plus bis zu 30. Die Übersetzungen liefern Sie selbst oder über eine App.
- Preise in Landeswährung setzen Shopify Payments voraus.
- Steuern, Rechtstexte und Versand ins Ausland gehören vorher geklärt – mit Steuerberatung und rechtlicher Prüfung.
Was ein Markt in Shopify ist
Ein Markt ist ein Land oder eine Gruppe von Ländern, für die Sie eigene Einstellungen festlegen: Sprache, Währung, Adresse des Shops und Zahlungsarten. Laut Shopify stehen diese Funktionen für den internationalen Verkauf in allen Tarifen zur Verfügung.
Sprachen und Übersetzungen
In Basic, Grow und Advanced kann ein Shop in bis zu 20 Sprachen verkaufen, in Shopify Plus in bis zu 30. Die Texte übersetzen Sie selbst, mit einem Übersetzungsbüro oder mit einer App; Shopify bringt dafür die App Translate & Adapt mit, außerdem lassen sich Übersetzungen per CSV-Datei importieren.
Wichtig ist, dass nicht nur Produkttexte übersetzt werden, sondern auch Navigation, Versandinformationen, E-Mails an Kunden und Rechtstexte. Maschinelle Übersetzungen sollten vor der Veröffentlichung von jemandem geprüft werden, der die Sprache sicher beherrscht.
Preise in Landeswährung
Kunden in der Schweiz erwarten Franken, Kunden in Großbritannien Pfund. Shopify kann Preise in der jeweiligen Landeswährung anzeigen und abrechnen. Voraussetzung für mehrere Währungen ist Shopify Payments.
Auch die Zahlungsarten lassen sich je Land anpassen: etwa iDEAL für die Niederlande, Bancontact für Belgien oder TWINT für die Schweiz. Mehr dazu steht im Beitrag Zahlungsarten im Shopify-Shop.
Eine eigene Adresse für jedes Land
Jeder Markt kann eine eigene Adresse bekommen: einen Unterordner wie ihr-shop.de/de-at, eine Subdomain wie at.ihr-shop.de oder eine eigene Länder-Domain wie ihr-shop.at. Shopify empfiehlt für neue Einrichtungen Unterordner, weil sie wenig Aufwand machen und von der Bekanntheit der bestehenden Domain profitieren.
Die Hinweise für Suchmaschinen, welche Sprachversion für welches Land gedacht ist, setzt Shopify automatisch. Voraussetzung ist eine eigene Domain.
Zölle bei Ländern außerhalb der EU
Beim Verkauf in Länder außerhalb der EU, etwa die Schweiz oder Großbritannien, können Zölle und Einfuhrabgaben anfallen. Shopify kann diese laut Preisseite in allen Tarifen schätzen und beim Kauf erheben. So erleben Kunden bei der Zustellung keine Überraschung.
Was Sie vorher klären sollten
Die Technik ist meist der kleinere Teil. Diese Fragen gehören vor den Start:
- Umsatzsteuer: Welche Regeln gelten beim Verkauf in andere Länder? Das klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
- Rechtstexte: Impressum, AGB, Widerruf und Datenschutz in der jeweiligen Sprache – rechtlich geprüft für das Zielland
- Versand und Retouren: Kosten, Laufzeiten und wer Rücksendungen aus dem Ausland bezahlt
- Kundenservice: Wer beantwortet Anfragen in der Landessprache?
- Sortiment: Dürfen alle Produkte in jedes Land verkauft werden?
Der nächste Schritt
Ob Sie mit einem bestehenden Shop in weitere Länder gehen oder international starten: Märkte, Sprachen und Adressen richte ich mit Ihnen so ein, dass der Shop in jedem Land sauber funktioniert. Mehr dazu unter Neuer Shopify-Shop und Shopify-Relaunch.
