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Kobela Consulting

Ratgeber · Migration

SEO beim Shop-Umzug: Weiterleitungen richtig planen.

Bei einem Shop-Umzug ändern sich fast alle Adressen. Google kennt die alten, Kunden haben sie gespeichert, andere Websites verlinken darauf. Ob Ihre Rankings den Umzug gut überstehen, entscheidet sich deshalb vor allem an einer Stelle: bei den Weiterleitungen. Dieser Beitrag vertieft genau diesen Schritt.

Patrick Kobela · · 4 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • Jede alte Adresse, die Besucher oder Google kennen, braucht ein passendes neues Ziel – nicht pauschal die Startseite.
  • Google empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen und rät, sie möglichst lange zu behalten, in der Regel mindestens ein Jahr.
  • Shopify leitet nur Adressen weiter, die im neuen Shop nicht existieren – bis zu 100.000 Stück, in Shopify Plus deutlich mehr.
  • Schwankungen in den ersten Wochen sind laut Google normal. Entscheidend ist, dass keine Seite ins Leere läuft.

Warum Weiterleitungen über Rankings entscheiden

Google hat Ihre bisherigen Seiten unter ihren alten Adressen gespeichert und bewertet. Auch Links von anderen Websites, Einträge in Preisvergleichen und Lesezeichen Ihrer Kunden zeigen auf diese Adressen. Führen sie nach dem Umzug auf eine Fehlerseite, verliert der neue Shop genau die Signale, die sich der alte über Jahre aufgebaut hat.

Eine Weiterleitung schickt Besucher und Suchmaschine von der alten Adresse automatisch auf die neue. Google überträgt die Signale dann nach und nach auf die neue Seite. Den Überblick über alle übrigen Schritte eines Umzugs gibt die Checkliste: Umzug zu Shopify.

Warum sich bei Shopify fast jede Adresse ändert

Shopify gibt die Struktur der Adressen vor: Produkte liegen unter /products/, Kategorien unter /collections/, Inhaltsseiten unter /pages/ und Blogbeiträge unter /blogs/. Die meisten anderen Shopsysteme verwenden andere Muster. Deshalb ändert sich beim Umzug zu Shopify fast jede Adresse – auch wenn Domain und Produktnamen gleich bleiben.

Welche Adressen dazugehören

Vollständig wird die Liste nur, wenn sie aus mehreren Quellen zusammenkommt:

  • Alle Produkte, Kategorien, Inhaltsseiten und Blogbeiträge aus dem alten Shop
  • Die Sitemap des alten Shops
  • Die Seiten, die Google laut Search Console kennt
  • Adressen, die in der Webanalyse Besuche bekommen – auch alte Aktionsseiten
  • Adressen aus früheren Umzügen, auf die noch Links zeigen

Die Zuordnung: eins zu eins, nicht alles auf die Startseite

Google empfiehlt, für jede alte Adresse festzulegen, wohin sie führen soll. Das Ziel ist die inhaltlich passende neue Seite: das alte Produkt auf dasselbe Produkt, die alte Kategorie auf die entsprechende Kollektion.

Alle alten Adressen pauschal auf die Startseite zu leiten, ist bequem, hilft aber weder Besuchern noch Suchmaschinen. Wer ein bestimmtes Produkt gesucht hat, landet dann auf einer Seite, die seine Frage nicht beantwortet. Gibt es ein Produkt nicht mehr, ist die passende Kategorie meist das bessere Ziel.

Wie Shopify Weiterleitungen umsetzt

In Shopify werden Weiterleitungen im Admin bei den Menüs unter „URL-Weiterleitungen“ verwaltet. Einzelne lassen sich von Hand anlegen, viele auf einmal per CSV-Datei importieren. Ein Shop kann bis zu 100.000 Weiterleitungen haben, in Shopify Plus bis zu 20 Millionen.

Wichtig: Shopify leitet nur von Adressen weiter, die im neuen Shop nicht existieren. Gibt es unter der alten Adresse eine gültige Seite, greift die Weiterleitung nicht. Deshalb sollte die Liste vor dem Umschalten gegen den neuen Shop geprüft werden.

Nach dem Umschalten: prüfen und beobachten

Mit dem Umschalten ist die Arbeit nicht ganz erledigt. Diese Schritte gehören in die ersten Tage und Wochen:

  • Alle alten Adressen automatisch abrufen und prüfen, ob jede auf das richtige Ziel führt
  • Die neue Sitemap in der Search Console einreichen
  • Den Seitenbericht der Search Console auf nicht gefundene Seiten prüfen und fehlende Weiterleitungen ergänzen
  • Interne Links im neuen Shop auf die neuen Adressen umstellen, statt sie über Weiterleitungen laufen zu lassen
  • Die Weiterleitungen bestehen lassen – Google rät zu mindestens einem Jahr, in Shopify kosten sie nichts

Was Sie realistisch erwarten können

Google schreibt selbst, dass die Sichtbarkeit während eines Umzugs vorübergehend schwanken kann und sich danach wieder einpendelt. Garantieren kann Rankings niemand. Vermeidbare Verluste durch fehlende oder falsche Weiterleitungen lassen sich aber vermeiden.

Wie ich einen Umzug zu Shopify mit Weiterleitungen, Probelauf und Kontrolle nach dem Umschalten umsetze, steht auf der Seite Migration zu Shopify.

Quellen

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie lange müssen Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt, sie so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens ein Jahr. In Shopify verursachen sie keine Kosten, deshalb spricht nichts dagegen, sie dauerhaft bestehen zu lassen.

Kann ich alle alten Adressen auf die Startseite leiten?

Technisch ja, sinnvoll ist es nicht. Besucher finden dort nicht, was sie gesucht haben, und die Signale der alten Seite landen nicht bei der passenden neuen. Besser ist eine Zuordnung Seite für Seite.

Wie viele Weiterleitungen kann Shopify verwalten?

Bis zu 100.000 je Shop, in Shopify Plus bis zu 20 Millionen. Für die allermeisten Shops reicht das mit großem Abstand.

Brauche ich das Tool zur Adressänderung in der Search Console?

Nur, wenn sich die Domain ändert. Bleibt Ihre Domain gleich und ändern sich nur die Pfade, ist es laut Google nicht nötig.

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