Ratgeber · Shopify
Shopify-Shop langsam? Häufige Ursachen und was hilft.
Ein langsamer Shop kostet Geduld, besonders auf dem Smartphone. Die gute Nachricht: Die Ursachen sind bei Shopify-Shops meist dieselben, und viele lassen sich ohne neues Theme beheben. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihren Shop selbst prüfen und wo Sie zuerst ansetzen.
Patrick Kobela · · 3 Min. Lesezeit
Auf einen Blick
- Laut Shopify bremsen vor allem drei Dinge: das Theme, die installierten Apps und zusätzlich eingebundener Code von Drittanbietern.
- Ob Ihr Shop schnell genug ist, zeigen die Core Web Vitals. Shopify wertet sie im Admin mit Daten echter Besucher aus.
- Eine deinstallierte App kann Code im Theme zurücklassen, der weiter lädt.
- Viele Ursachen lassen sich im bestehenden Theme beheben – erst messen, dann ändern.
Erst messen: So prüfen Sie Ihren Shop
Shopify zeigt im Admin eine Übersicht der Ladezeit auf der Seite „Themes“ und ausführlichere Berichte unter „Analysen > Berichte“. Grundlage sind die Besuche echter Kunden aus den letzten 30 Tagen. Jeder Wert wird als gut, mäßig oder schlecht eingestuft.
Für einzelne Seiten eignet sich PageSpeed Insights von Google. Prüfen Sie dort nicht nur die Startseite, sondern auch eine Kategorie- und eine Produktseite – dort wird gekauft. Und öffnen Sie Ihren Shop einmal selbst auf dem Smartphone im Mobilfunknetz, nicht im WLAN.
Was die Werte bedeuten
Google bewertet die Ladezeit mit drei Kennzahlen, den Core Web Vitals. Als gut gelten:
- Largest Contentful Paint (LCP): Der größte Inhalt ist nach höchstens 2,5 Sekunden zu sehen.
- Interaction to Next Paint (INP): Die Seite reagiert auf Eingaben innerhalb von 200 Millisekunden.
- Cumulative Layout Shift (CLS): Der Inhalt verschiebt sich beim Laden kaum, der Wert liegt bei höchstens 0,1.
- Gemessen wird am 75. Perzentil: Drei von vier Besuchen sollen diese Werte erreichen.
Die häufigsten Ursachen
Shopify nennt Theme, Apps und fremden Code als größte Einflüsse. In der Praxis zeigt sich das so:
- Apps, die auf jeder Seite Code laden – auch dort, wo sie gar nicht gebraucht werden
- Code-Reste von Apps, die längst deinstalliert sind
- Tracking-Skripte und Tag-Manager, die sich über die Jahre angesammelt haben
- Bilder, die viel größer hochgeladen sind, als sie angezeigt werden
- Startseiten mit sehr vielen Abschnitten, Slidern und Animationen
- Kollektionen, die sehr viele Produkte auf einmal laden
Was Sie selbst tun können
Einiges lässt sich ohne Entwickler angehen. Messen Sie vorher und nachher, damit Sie sehen, was wirkt:
- Apps durchgehen: Bringt jede genug Nutzen, um ihre Ladezeit – und ihre monatliche Gebühr – zu rechtfertigen?
- Nach dem Deinstallieren nachfragen: Shopify weist darauf hin, dass App-Code im Theme bleiben kann. Der App-Anbieter erklärt, wie er vollständig entfernt wird.
- Bilder in der Größe hochladen, in der sie angezeigt werden – Fotos als JPG, Grafiken mit Transparenz als PNG.
- Die Startseite entrümpeln: weniger Abschnitte, weniger Slider, Animationen nur, wenn sie messbar nicht bremsen.
- In großen Kollektionen die Seitenaufteilung aktivieren, damit nicht alle Produkte auf einmal laden.
- Das Theme aktuell halten: Neuere Versionen sind oft schlanker als alte.
Wann sich Hilfe lohnt
Wenn die Werte nach diesen Schritten schlecht bleiben, liegt die Ursache meist tiefer: im Theme-Code, in Apps, die sich gegenseitig beeinflussen, oder in Skripten, deren Herkunft niemand mehr kennt. Dann hilft eine systematische Prüfung mehr als weiteres Ausprobieren.
Die Shop-Analyse zeigt, was Ihren Shop bremst und in welcher Reihenfolge es sich zu beheben lohnt. Die Umsetzung mit Messung vorher und nachher beschreibt die Seite Speed & Conversion.
